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Presse    >    Pressemeldungen    >    19. Februar 2007

Lebensmitteleinzelhandel wächst 2006 um 2,7 %

Externe Wachstumsfaktoren: Konjunktur, Wetter, Fußball WM
Getränke und Convenience Warengruppen mit stärkstem Plus
Umsätze von Drogeriewaren verlagern sich weiter in die Drogeriemärkte


Wien, 19.02.2007: Der Lebensmittelhandel wächst mit + 2,7 % im Jahr 2006 seit langem wieder deutlich. Der Markt ohne Hofer und Lidl erreichte ein Plus von 1,4 %, Hofer und Lidl legten um 7 % zu.
Bei einer Inflationsrate von 1,5 % bedeutet dies erstmals in den letzten Jahren ein deutliches reales Plus im Lebensmittelhandel. Das reale Plus kommt wieder in besonderem Maß von den beiden Diskontern Hofer und Lidl. Jedoch auch im Markt ohne Hofer und Lidl wurde damit das beste Umsatzplus seit 2003 erzielt (2004: + 0,2 % und 2005: - 0,3 %).

Dies sind die Ergebnisse des monatlichen ACNielsen Umsatzbarometer (basierend auf den laufenden Erhebungen im Lebensmittelhandel exkl. Hofer und Lidl) kombiniert mit der quartalsweisen Schätzung der Umsätze von Hofer und Lidl.

„Die bessere Konjunktur, der warme Juli und das mediale Großereignis Fußball WM waren die Wachstumsfaktoren 2006. Für Zuwächse sorgt weiter der Trend zu Convenience. Innovationen in diesem Bereich werden von den Konsumenten gut aufgenommen. Hofer und Lidl waren wieder die stärksten Umsatzgewinner, allerdings mit schwächerem Plus als in der Vergangenheit. Die Filialexpansion verlangsamt sich hier und die Non-Food2 Aktionen haben etwas an Zugkraft verloren“ fasst Mag. Martin Prantl, Geschäftsführer ACNielsen Österreich, die ersten Ergebnisse zusammen.

Externe Wachstumsfaktoren: Konjunktur, Wetter, Fußball WM
Die Gründe für das reale Plus lagen in externen wachstumsfördernden Faktoren begründet.
Das gute BIP-Wachstum und die im Jahresvergleich gesunkene Arbeitslosigkeit wirkten sich positiv auf die Kaufkraft aus. Rund um die Fußball WM im Juni gab es verstärkt absatzstarke Aktionen, etwa bei Bier und Pikanten Snacks. Und der heiße und schöne Juli brachte vor allem den Getränkeherstellern gute Umsätze.

Getränke und Convenience Warengruppen mit stärkstem Plus
Innerhalb der Warenkörbe lagen die Wachstumstreiber daher stark bei den Getränken, die für einen großen Teil des Food-Wachstums verantwortlich waren. Bei den alkoholfreien Getränken konnten speziell Mineralwasser und Energy Drinks stark zulegen. Bier konnte ebenfalls vom heißen Sommer profitieren. Bei den Heißgetränken kam das Plus über die Preiserhöhung bei Kaffee.
Convenience lag weiter im Trend und war ebenfalls für Wachstum verantwortlich, speziell in den Sortimenten Tiefkühlkost, Convenience, Frühstücksprodukte und Fertiggerichte. Weiters zählte 2006 auch Käse zu den Umsatz-Gewinnern.

Umsätze von Drogeriewaren verlagern sich weiter in die Drogeriemärkte
Weniger erfreulich die Situation in den Drug Warenkörben für den Lebensmittelhandel. Der Umsatz war leicht rückläufig, da sich die Umsätze in diesen Sortimentsbereichen weiter zu den Drogeriemärkten verlagerten.

Hofer Lidl wachsen weiter
Die Diskonter Hofer und Lidl werden 2006 – laut Schätzung – ihren Anteil auf 22,4 % (nach 21,5 % 2005) ausbauen. Dies ist ein - gegenüber dem Vorjahr abgeschwächtes - Umsatzplus von 7 % versus Vorjahr. 2005 lag das Umsatzwachstum noch bei 12,4 %. Dies ist auf den verlangsamten Filialausbau zurückzuführen, sowie auf eine gewisse Marktsättigung bei den Non Food 2 Aktionen.
Siehe Tabelle 1

Lebensmittelhandel exkl. Hofer und Lidl mit starkem 2. und 3. Quartal
Der klassische Nielsen Markt (Lebensmitteleinzelhandel ohne Hofer und Lidl) erreichte ein Plus von 1,4 %. Dies ist zwar kein reales Plus, aber das beste Ergebnis seit 2003 (2004: + 0,2 % und 2005: - 0,3 %). – siehe Tabelle 2

Innerhalb dieses Marktes dürften Rewe und Spar weiter zulegen. Wie die Anteilsverhältnisse im Detail aussehen, wird sich nach Abschluss der detaillierten jährlichen Zensusuntersuchung im Lebensmitteleinzelhandel, die von ACNielsen derzeit durchgeführt wird, zeigen.

Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal von 0,9 % im LEH ohne Hofer und Lidl legten die Umsätze im 2. Quartal mit + 1,6 % deutlicher zu. Dies war nicht allein auf die verschobene Ostersaison zurückzuführen, da vor allem im Mai und Juni deutliche Zuwachsraten erzielt werden konnten (Fußball Weltmeisterschaft). Im 3. Quartal setzt sich der positive Trend mit einem Plus von 1,9 % fort (heißer Juli), das 4. Quartal lag wieder unter der Inflation mit + 1,2 %. Der Dezember und damit das Weihnachtsgeschäft selbst lag bei + 1,4 %.

Alle Charts zur Aussendung finden Sie HIER

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