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Mehr als ein Viertel der Österreicher sorgt sich um die Entwicklung der Wirtschaft
Gesundheit und Schulden bereiten den Österreichern Kopfzerbrechen
Falls es der Wirtschaft schlechter geht, kommen Sorgen wegen Arbeitslosigkeit und Inflation
Wien, am 4. Juli 2008 ---Wie steht es um die Ängste und Sorgen der Österreicher? Welche Themen beschäftigen die Menschen besonders, wovor fürchten Sie sich? Diese Fragen beantwortet die Nielsen Online Consumer Confidence and Opinion Studie, bei der weltweit mehr als 26.000 Internet User in 51 Ländern befragt wurden.
Unabhängig von der zukünftigen Entwicklung sorgen sich die befragten Österreicher innerhalb der nächsten sechs Monate am stärksten um die Tendenz der Wirtschaft. Etwas mehr als ein Viertel gibt die Wirtschaft als größte oder zweitgrößte Sorge an. Die meisten Sorgen um die Wirtschaft machen sich die Konsumenten in Spanien (34 %) sowie Griechenland und Italien (jeweils 32 %). (siehe Abb. 1)
Gleich auf die Wirtschaft folgt bei den Österreichern die Sorge um die Gesundheit mit 24 %, während weltweit die Work-Life-Balance an zweiter Stelle steht. Auch Schulden sind ein Thema, das die Österreicher beschäftigt: 21 % machen sich darüber Gedanken. An vierter Stelle stehen die Ängste um die Erziehung und das Wohlergehen der Kinder. Allgemein liegt Österreich mit diesen Werten immer knapp um den europäischen Schnitt. Einen Ausreißer gibt es jedoch: Fast jeder zehnte Österreicher gibt an, dass Immigration seine größte oder zweitgrößte Sorge ist. Damit liegt Österreich in Europa an dritter Stelle hinter Großbritannien (16 %) und Italien (13 %) und eindeutig über dem europäischen Schnitt (7 %). (siehe Abb. 2)
Anders als in Österreich, wo die Work-Life-Balance nur an fünfter Stelle liegt (siehe Abb. 3), rückt diese weltweit betrachtet als „größte Angst“ auf Platz 2 hinter der Wirtschaft. Besonders die boomenden, aufstrebenden Märkte in Osteuropa, dem mittleren Osten und Asien sind davon betroffen.
“Volle Terminkalender und beanspruchende Karrieren haben dort das Leben vieler junger Menschen in den letzten zwei Dekaden dominiert. Viele zahlen nun den Preis für die fordernden Lebensstile der Vergangenheit. Eine ganze Generation von Konsumenten in aufstrebenden Ländern sucht nun danach, was die Österreicher scheinbar schon gefunden haben: Eine nachhaltige und gesunde Work-Life-Balance“, erklärt Martin Prantl, Geschäftsführer von Nielsen Österreich.
Angst vor Arbeitslosigkeit und Inflation bei Abschwung der Wirtschaft
Ginge es mit der Wirtschaft bergab, dann wäre die größte Angst der Österreicher ihren Job zu verlieren. 58 % geben an, sich im Fall einer Rezession vor dem Verlust der Arbeit zu fürchten. Aber auch die Angst vor einer Inflation ist groß: 56 % befürchten, dass ihr Geld bei einem Wirtschaftsabschwung weniger wert sein wird. Die Angst vor einer Inflation ist in den letzten sechs Monaten am stärksten gestiegen. Waren es im Herbst 2007 noch 48 % die sich vor einer Inflation fürchteten, sind es 2008 bereits 56 %. Damit liegt Österreich in Europa an dritter Stelle, nur noch überholt von Frankreich (64 %) und Ungarn (58 %), wo die Angst noch größer ist. (siehe Abb. 4)
Ein Viertel der Österreicher denkt, dass bei einer Rezession die Zinsen sinken werden, immerhin noch 23 % befürchten politische Instabilität. 15 % befürchten zivile Konflikten, während Streiks in Österreich fast niemandem mehr Angst machen (nur 5 %). Der europäische Schnitt liegt hier bei 11 % - die Spitzenreiter sind Frankreich (22 %), Polen (21 %) und Ungarn (18 %).
Andere Länder, andere Sorgen
Die Ängste der Konsumenten unterscheiden sich signifikant in den verschiedenen Regionen der Welt: Während in Nordamerika die Wirtschaft, Schulden, die Finanzierung der Rente und der (Irak)-Krieg die Menschen beschäftigen, geht es den Menschen in Lateinamerika insgesamt eher um Jobsicherheit, Ausbildung und Wohlstand der Kinder und das Thema Kriminalität. Die Menschen im Mittleren Osten und in Afrika sorgen sich vor allem um die politische Stabilität und Terrorismus. Die Europäer machen sich insgesamt die größten Sorgen um die globale Erderwärmung und Immigration, während für die Asiaten die Work-Life-Balance das Topthema schlechthin ist, gefolgt von Gesundheit und dem „Wohlergehen und Glück der Eltern“.
Die Charts zur Studie finden Sie HIER.
Die Studie
Die Nielsen Online Consumer Confidence and Opinion Studie ist die größte halbjährliche Erhebung dieser Art. Sie erfasst das Vertrauen der Konsumenten in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihr Ausgabeverhalten und beabsichtigte Anschaffungen sowie die größten Ängste und Sorgen. Im Rahmen der aktuellen Studie wurden im April und Mai 2008 über 26.000 Internet-User aus den folgenden 51 Ländern befragt: Argentinien, Australien, Ägypten, Belgien, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Israel, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Lettland, Litauen, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Pakistan, Philippinen, Polen, Portugal, Russland, Singapur, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate und Vietnam.
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