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• Konsumenten prüfen verstärkt Nährwertangaben auf verpackten Lebensmitteln
• Mehr als die Hälfte der Österreicher versteht Angaben nicht vollständig
• Fettgehalt interessiert Verbraucher weiterhin am meisten, gefolgt von Angaben zu Zucker, Kalorien und Konservierungsstoffen
Wien, am 13. August 2008 --- Immer mehr Konsumenten wollen wissen, was in den Lebensmitteln steckt, die sie kaufen und lesen daher die Nährwertangaben. Zwar verstehen noch viele Österreicher die Nährwertangaben nicht vollständig, jedoch achten sie besonders auf Fett, Zucker, Kalorien und Konservierungsstoffe. Das sind die Ergebnisse einer Befragung zum Thema Lebensmittelkennzeichnung und Nährwerte, die Nielsen unter 28.253 Internet-Usern in 51 Ländern im Mai 2008 durchführte.
Jeder zweite Österreicher achtet heute bei verpackten Lebensmitteln häufiger auf die Nährwertangaben als vor zwei Jahren. Dieser Trend lässt sich auch weltweit beobachten. Allerdings hat dieser für Ernährungswissenschaftler erfreuliche Ansatz einen leicht säuerlichen Beigeschmack: Nur 42 % der Österreicher verstehen die Nährwertangaben meistens, der Großteil (52 %) gibt an, nur teilweise erfassen zu können, was dort steht. Immerhin noch 6 % sagen, dass sie Nährwertangaben überhaupt nicht verstehen.
(siehe Abb. 1)
Interesse hauptsächlich bei neuen oder speziellen Produkten
Generell überprüfen die Österreicher verpackte Produkte nur eher selten auf die Nährwertangaben. Nur jeder Zehnte liest die Nährwertangaben bei jedem Einkauf, weltweit tut dies ein Viertel der Konsumenten. „Die Österreicher vertrauen den Produzenten und dem Handel anscheinend sehr stark, während es in anderen Ländern wie zum Beispiel in Nordamerika scheinbar zur Routine gehört, die Nährwertangaben zu lesen. Diesen Aspekt nutzen die Produzenten auch immer häufiger für ihr Marketing – ein Trend den wir auch in Österreich immer stärker beobachten“, erklärt Martin Prantl, Geschäftsführer von Nielsen Österreich. Doch in manchen Fällen interessieren sich die Konsumenten in Österreich intensiver für die Nährwertangaben: Wenn sie überlegen, sich ein neues Produkt zu kaufen, beschäftigen sich 44 % der Konsumenten mit den Nährwerten. Auch beim Einkauf bestimmter Nahrungsmittel liest sich ein Viertel durch, was in den Produkten steckt. (siehe Abb. 2)
Was am meisten interessiert
Die Hälfte der Österreicher prüft die Nährwertangaben bei jedem Einkauf auf Fett. Auch die Menge an Zucker interessiert 47 % der Konsumenten bei jedem Einkauf. Den dritten Platz teilen sich Kalorien und Konservierungsstoffe. Generell liegen die Österreicher damit im europäischen Schnitt, nur beim Zucker besteht überdurchschnittliches Interesse. Bloß die Griechen (61 %) und die Portugiesen (55 %) prüfen die Nährwertangaben stärker auf den Zucker. International hat die Aufmerksamkeit, die den Konservierungsstoffen (weltweit überprüfen 42 % die Angaben danach) geschenkt wird, inzwischen die für den Zuckergehalt (40 %) überholt. (siehe Abb. 3)
Große internationale Unterschiede
„Die Nordamerikaner führen den globalen Trend bei den Nährwertangaben an, aber die Verbraucher im asiatisch-pazifischen Raum haben in den letzten drei Jahren rasch aufgeholt“, meint Prantl. 2005 gaben 34 % an, die Nährwertangaben auf der Verpackung beim erstmaligen Kauf eines Produkts durchzulesen – heute sind es bereits 41 %. Einer von fünf amerikanischen und australischen Konsumenten sagt, dass er die Nährwertinformationen durchliest, wenn er abnehmen möchte, während mehr als 45 % der Dänen, Griechen und Philippinos die Nährwertangaben prüfen, wenn sie ein Produkt zum ersten Mal kaufen möchten.
Die Japaner (18 %) und die Franzosen (16 %) stehen weltweit an der Spitze bei den Verbrauchern, die nie Nährwertinformationen auf verpackten Produkten lesen und beide sind auch an oberster Stelle in der Liste der Länder aufgeführt, in denen Nährwertangaben auf der Verpackung überhaupt nicht verstanden werden. Die Japaner gehen noch einen Schritt weiter in ihrer Missachtung von Nährwertinformationen und Verpackungsangaben – Japan nimmt auch die Spitzenposition bei den Verbrauchern ein, die nie die Angaben zu Fettgehalt, Transfetten, Eiweiß, Zucker und Kohlehydraten prüfen. Interessanterweise ist der Anteil Übergewichtiger und Fettsüchtiger in diesen beiden Nationen im weltweiten Vergleich sehr niedrig, und beide Länder haben eine Ernährungskultur, die vor allem auf frischen und natürlichen Produkten aufbaut und bei der verarbeitete Nahrungsmittel und Fast-Food kaum eine Rolle spielen.
Die Abbildungen finden Sie HIER.
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